Aktuelles zum Solarprojekt

Neue Projektausrichtung

Für 2013 und 2014 haben wir uns sehr viel vorgenommen, denn wir möchten das geplante Solarstromprojekt bis dahin vollständig umsetzen. Gleichzeitig haben wir den Umfang des Projekts für den Fall erweitert, dass unser Projekt „Sonnenstrom für Nnudu“ staatlich gefördert wird. Wir könnten dann eine, unter dem Gesichtspunkt der bescheidenen finanziellen Mittel unseres Vereins, ursprünglich für Folgejahre geplante Ausbaustufe von Anfang an mit realisieren. Neben der Stromerzeugung und der zugehörigen Batterieanlage, werden wir nun zusätzlich ein lokales Stromnetz im weit verzweigten Ort Nnudu errichten. Dadurch sind wir in der Lage, auch die Schule, den Kindergarten, die örtliche kleine Bibliothek und einige Wege mit Beleuchtung zu versorgen. Außerdem wird es möglich sein, auch Kühlschränke bzw. Kühlboxen zu versorgen, um Medikamente und Lebensmittel länger haltbar zu machen – bisher aufgrund der enormen Stromkosten ein undenkbares Unterfangen.

Staatliche Förderung

Um dieses Großprojekt zu finanzieren, haben wir Ostern 2013 einen Förderantrag beim BMZ (Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) eingereicht. Dieser Antrag muss naturgemäß detailliert begründet werden, sowie die weitere Arbeit dokumentiert werden. Unsere Vorstandsmitglieder Lothar Ortmann und Alfred Gebhard haben daher mehrere Wochen an den Antragsformularen und ergänzenden Erläuterungen im Sommer gearbeitet.

Sofern der Antrag bewilligt wird (mit einer Entscheidung rechnen wir im Juli), stehen wir den nächsten Herausforderungen gegenüber:

25% der Gesamt-Kosten müssen durch Eigenmittel des Vereins finanziert werden. Darüber hinaus erfolgt die staatliche Förderung voraussichtlich unter der Auflage, dass das Projekt zwingend noch bis Ende 2014 vollständig realisiert wird. Geplant ist nun die Installation der Anlage im November 2014.

Vorbereitungsreise im April 2013

Um den straffen Zeitplan realisieren zu können, reiste unser Vorstandsmitglied und Projektleiter für das Fotovoltaikprojekt Lothar Ortmann vom 03. April bis 02. Mai 2013 nach Ghana. Ziel der Reise war unter anderem die Einholung von konkreten Angeboten für die Solaranlage, die Prüfung aller notwendigen Voraussetzungen im Ort, sowie die Prüfung und Konkretisierung aller Planungen. Diese Aufgaben konnten so weitgehend erfüllt werden, dass weitere Vorbereitungsarbeiten erst nach einer Entscheidung über die Förderung aus öffentlichen Mitteln erfolgen sollen.

Inzwischen liegt ein konkretes Angebot eines renommierten Ghanaischen Solaranlagenlieferanten für die Einrichtung einer Solarstromanlage in Nnudu vor. Die mehrjährigen, guten Praxiserfahrungen der fraglichen Solarmodule und der deutschen SMA-Wechselrichter unter den Tropenbedingungen in Ghana lassen die langjährigen Garantiezusagen als realistisch erscheinen, die die Instandhaltungsaufwendungen über 20 bis 25 Jahre minimieren sollen. Die von den Dorfbewohnern nach Installation der Anlage über die Lebensdauer zu leistenden Wartungsarbeiten beschränken sich auf Ablesen und Nachfüllen des Batteriesäurestandes und das Reinigen der Solarpaneele.

Als Ergebnis der vorbereitenden Reise unseres Projektleiters liegt darüber hinaus eine schriftliche Genehmigung des Hausbesitzers für die unentgeltliche Nutzung seines Hausdaches und Technikraums (für Wechselrichter, Batterieanlage, Strommanagement, Fernüberwachung und Absicherung der Stromverteilung) vor.

Auch die Gemeindeversammlung von Nnudu hat ihre Beschlüsse zur unentgeltlichen Eigenleistung und zur Verfügungstellung von Wegerechten und Stromtrassen für ein zu errichtendes lokales Stromnetz ebenso schriftlich bestätigt, wie die Gründung eines Solarkomitees vorgenommen. Es soll die Anlageninstallation begleiten und danach vor Ort die Wartung und Instandhaltung steuern. Auch für die Einsammlung eines Strompfennigs zur dauerhaften eigenständigen Finanzierung der Folgekosten wird dieses Komitee verantwortlich sein. Insofern sind auch die Voraussetzungen in Nnudu nun gegeben.

Helfen Sie mit!

Um die geforderten Eigenmittel bis Ende 2013 aufbringen zu können, sind wir auf Ihre Spenden angewiesen! Über weitere Spendenaktionen werden wir hier auf unserer Webseite rechtzeitig informieren.



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