Nnudu (Ghana)
Das Dorf Nnudu liegt im Südosten Ghanas, circa 120 km (dort mit einem Auto eine halbe Tagesreise, aber wer hat schon ein Auto?) von der Hauptstadt Accra entfernt, etwa 20 km östlich des Volta-Staudamms bei Akosombo.
Im Dorf leben 3.000 Menschen, vorwiegend Kleinbauern mit ihren Familien, die sich fast ausschließlich vom Ertrag ihrer dürren Felder ernähren. Ihre Ernte und ihr ganzes Leben ist extrem abhängig vom Regen, der oft über Monate ausbleibt. Im Dorf sind andere Arbeitsmöglichkeiten kaum vorhanden. Bis vor einigen Jahren gab es im Nachbardorf noch eine kleine Textilfabrik, in der einige Männer aus Nnudu arbeiteten. Seit die Fabrik geschlossen wurde, ist Nnudu stark geprägt von der Landflucht, die oft genug in trostlosen Großstadt-Slums und Prostitution endet. Viele junge Menschen verlassen das Dorf, um eine Arbeits- oder Ausbildungsmöglichkeit in den Städten zu suchen. Wer Arbeit in der Stadt findet, kehrt oft nur zu hohen Feiertagen wie Weihnachten oder Ostern, zu Beerdigungen oder während der spärlichen Urlaubszeit in das Dorf zurück. Großeltern sorgen häufig für die kleinen Kinder, deren Eltern während der Woche außerhalb arbeiten. Die Perspektiven, im Dorf Arbeit zu finden, sind äußerst dürftig.
Über Ghana
Informationen aus der freien Enzyklopädie WIKIPEDIA:
Ghana, (früher Goldküste) ist ein Staat in Westafrika, der an die Elfenbeinküste, Burkina Faso, Togo sowie im Süden an den Golf von Guinea (Atlantischer Ozean) grenzt. Ghana ist fast so groß wie das Vereinigte Königreich, mit dessen Geschichte es durch die Kolonialzeit eng verbunden ist [...] weiterlesen































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