Ausbildungsförderung

Nach dem Start des Trinkwasserprojekts Nnudu begann der Verein Aktiv für Afrika e.V. im Jahr 2010 mit der Förderung von Berufsausbildungen junger Männer und Frauen aus Dörfern im ländlichen Raum Ghanas.
Ziel ist dabei, die bisherige Abhängigkeit der Dorfbevölkerung von den stark witterungsabhängigen, sich tendenziell verschlechternden Ernteerträgen zu mildern und zusätzliche Erwerbsmöglichkeiten durch Kleingewerbe und Perspektiven vor Ort zu schaffen. In Ghana müssen junge Menschen für ihre Ausbildung bezahlen und unentgeltlich für ihre Lehrherren arbeiten, teilweise auch über die Lehrzeit hinaus. Es ist nämlich in Ghana gängige Praxis, dass diese eigentlich fertig ausgebildeten jungen Menschen noch mehrere Monate von den Lehrherren als billige Arbeitskräfte ausgenutzt werden und und unentgeltlich weiter arbeiten, bis sie endlich ihr Abschlusszertifikat erhalten. Die meisten Familien können sich das nicht leisten und versuchen oft nur durch die spärlichen Ernteerfolge ihrer Landwirtschaft zu überleben.
Daher unterstützt Aktiv für Afrika e.V. die Berufsausbildungen junger, ehrgeiziger Menschen.

Bisherige erfolgreiche Einzelmaßnahmen seit 2010:

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In den Dörfern fehlt oft das nötige Knowhow, um die bisherige Abhängigkeit von den stark witterungsabhängigen, sich tendenziell verschlechternden Ernteerträgen zu mildern und zusätzliche Erwerbsmöglichkeiten durch Kleingewerbe vor Ort zu schaffen. Daher sind zunächst die Voraussetzungen für derartige gewerbliche Tätigkeiten durch Förderung einer fundierten und (z.B. durch Innungs-Zertifikat) anerkannten Berufsausbildung zu schaffen. Die Geförderten werden dabei verpflichtet, einen Teil der erhaltenen Finanzierungsmittel zu einem späteren Zeitpunkt zurückzuzahlen (im Sinne von Micro- und Kleinkrediten).

Anders als in Deutschland, wo Auszubildende während ihrer Ausbildung eine Vergütung erhalten, obwohl sie eigentlich nicht für den Lehrherrn arbeiten und für ihn Geld verdienen dürfen, müssen in Ghana junge Menschen, die einen Beruf erlernen wollen, dem Lehrherrn Lehrgeld bezahlen und für ihn unentgeltlich arbeiten. Damit ist eine anerkannte Berufsausbildung ihrer Kinder für viele Familien eine unerschwingliche Investition. Andererseits sind geeignet ausgebildete Arbeitskräfte Voraussetzung einer Gewerbeansiedlung und gewerblicher Tätigkeit, die über Handlanger- und Tagelöhner-Arbeit hinaus geht. Aus diesem Grund hat der Verein Aktiv für Afrika e.V. in 2010 beschlossen, als ein der Gewerbeförderung verwandtes, aber separates Projekt des Vereins die Förderung junger Menschen bei ihrer Berufsausbildung aufzunehmen.

Eine Reihe der befragten jungen Menschen hatten phantasievolle Zukunftsträume offenbart. In 2010 hatten vor allem zwei der auf der Reservoir-Baustelle sehr fleißigen jungen Männer auch recht realistisch klingende Vorstellungen zu ihren Wunschberufen/Geschäftsmodellen geäußert und sich auch sehr engagiert gezeigt, als sie aufgefordert wurden, ihre Träume durch Ermittlung möglicher Ausbildungsstellen und –kosten zu konkretisieren.

Letztendlich fiel die Entscheidung, die Berufsausbildung dieser beiden jungen Männer aus Mitteln des Vereins bei ihrer Berufsausbildung zu unterstützen:

Im Herbst 2011 kam als dritte Ausbildungsförderung eine junge Dame hinzu:

  • Nancy, die junge Schneiderin (bis Ende 2013 Ausbildung zur Näherin, anschließend 3 Jahre Ausbildung zur Schneiderin, inzwischen selbständig für Kunden tätig)

Die Förderung der Ausbildung seitens Aktiv für Afrika e.V. erfolgt zum Teil als Zuschuss zu den anfallenden Kosten, zum Teil (i.d.R. 40%) als Darlehen, das später zurückzuzahlen ist. Damit kann für spätere Ausbildungsförderungen zumindest wieder ein Grundstock geschaffen werden. Inwieweit Ausgebildete nach Erhalt ihres Abschlusszertifikats weiter unterstützt werden (z.B. in Form einer Anschubfinanzierung für einen Shop, Material und Geräte), entscheidet Aktiv für Afrika von Fall zu Fall im Rahmen der Kleingewerbeförderung.

Weitere Ausbildungsförderungen werden je nach den finanziellen Möglichkeiten des Vereins und geeigneten Kandidaten und Ausbildungsmöglichkeiten hinzu kommen.



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