Reisebericht 2016

Vom 16. Februar bis zum 9. März waren wir nun im bereits achten Jahr wieder vor Ort in Ghana. Accra empfing uns am Abend bei 29° Grad. Die Hitze und die extreme Trockenheit begleiteten uns über die gesamten drei Wochen. Ghana erlebte in diesem Frühjahr die stärkste Hitze- und Trockenperiode seit mehr als zwanzig Jahren. Die Auswirkungen für die Bevölkerung sind erheblich. In vielen Dörfern herrscht absoluter Wassermangel und die letzten beiden Ernten fielen sehr schlecht aus. Hunger ist somit vorprogrammiert.

 

Die Menschen in Nnudu sind auch von den Ernteausfällen betroffen, aber sie können dank der installierten, solarbetriebenen Trinkwasserversorgung jederzeit frisches Wasser genießen. Die zweite Pumpe dafür haben wir in diesem Jahr erneuert und mit einer neuen Pumpensteuerung und Schutzeinrichtungen versehen.

Während unseres Aufenthaltes im Dorf konnten wir uns auch davon überzeugen, dass das im Jahr 2015 installierte Solarstromsystem von den Einheimischen sorgfältig betrieben und gewartet wird. Die Solarmodule wurden alle 4 Tage gewaschen, um die Stromproduktion trotz des Staubs konstant hoch zu halten, den der Wind auf alles legt. Die Solarstromanlage betreibt die Wasserpumpen, die öffentliche Beleuchtung, die PCs im der Schule sowie die Kühlgeräte zuverlässig und umweltfreundlich. Die Kühl- und Gefriermöglichkeiten werden mehr und mehr genutzt. Auch die Taschenproduktion der Näherinnen in Nnudu sowie die Berufsausbildung der angehenden Schneiderin Nancy machen gute Fortschritte.

 

Für unser neues Projekt „Solarstrom und Wasser für die Klinik in Aboasa“ (Details hier: Vorbericht Klinikprojekt Aboasa) konnten wir die Detailplanung voranbringen und sie mit dem Klinikpersonal und dem Ältestenrat besprechen. Die von den Dorfhandwerkern zu erbringenden baulichen Voraussetzungen wurden präzisiert und vorangetrieben. Den Solarraum und die für die Montage der Solarmodule notwendige Dachfläche wollen sie bis zur Regenzeit 2017 fertig stellen. Einen guten Platz für ein neues Bohrloch in der Nähe der Klinik haben wir auch bereits erkundet. Das Klinikpersonal und die Dorfältesten haben sich nämlich als Ergänzung zur Solaranlage auch eine zuverlässige Versorgung der Klinik mit sauberem Trinkwasser gewünscht.

Die erwarteten Kosten für das gesamte Projekt belaufen sich auf ca. 35.000 Euro. Noch ist die Finanzierung nicht vollständig gesichert und wir brauchen noch Spenden. Die Umsetzung des neuen Klinik-Projekts soll nach der Regenzeit im Herbst 2017 erfolgen.

Für uns ist der Aufenthalt in Ghana immer wieder eine große Herausforderung, die wir auch nach Jahren gern annehmen. Mit den Menschen vor Ort neue Perspektiven zu schaffen und ihre Lebensbedingungen verbessern zu helfen, entschädigt für jedes Schwitzen und ungewohnte Einschränkungen in vielerlei Hinsicht.

 

Marianne und Lothar Ortmann



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