Neues aus Ghana – 4

Das Reservoir ist fertig betoniert!

Die Arbeitsgruppen von Kwanjarko (Projekt Sauberes Trinkwasser für Kwanjarko) haben ein weiteres Ziel erreicht! Die Wände des neuen Reservoirs sind gegossen. Maße: 4,20m*3,20m*5m = B*L*H; Fassungsvermögen ca. 45m³, also etwa der Tagesbedarf des Dorfes.

21 Stunden hat die Betonierung der Wände gedauert. Für uns eine unvorstellbare Leistung!

Schon morgens um sieben Uhr starten sie mit der ersten Runde. Viele Helfer (Männer und Frauen) sind gekommen, um heute dieses gemeinsame Ziel zu erreichen. Alles ist vorbereitet, so dass es gleich losgehen kann. Eine ausgeliehene Betonmischmaschine steht bereit, die Helfer haben sich auf dem Gerüst positioniert, um die Eimer und Headpans mit Beton in Empfang zu nehmen. Frauen übernehmen ihre tragende Rolle und bringen den angemischten Beton auf den Köpfen zum Gerüst. Die Männer auf den wackligen Gerüstbrettern nehmen die unterschiedlichen Gefäße an und reichen sie an die nächste Etage weiter, bis sie von oben zwischen die hölzernen Schalwände entleert werden. Leere Eimer und Headpans werden heruntergeworfen und am Betonmischer wieder gefüllt. Zeitweilig sind mehr als 60 Personen auf der Baustelle und die wuselige Zusammenarbeit läuft wie von Geisterhand geführt. Nach der Schule kommen die Kinder, auch sie wollen mithelfen. Viele Helfer sind barfuß oder in Flipflops unterwegs. Die Maurer beherrschen ihr Handwerk, und es gibt keine Verletzungen.  Eine deutsche Bauaufsichtsbehörde hätte diese Baustelle schon vor Arbeitsbeginn geschlossen, aber auf Ghanas Dörfern gibt es so etwas nicht.

Stunde um Stunde wird der Betonmischer mit Sand, Steinen, Zement und Wasser gefüllt und Männer wie Frauen tragen unermüdlich den flüssigen Beton. Die Arbeiten sind anstrengend und schweißtreibend. Bei Einbruch der Dunkelheit beleuchten von den Elektrikern des benachbarten Nnudu installierte Leuchtstoffröhren die Baustelle. An Aufhören ist nicht zu denken, denn der Beton darf nicht abbinden. Allerdings macht sich doch bei einigen, die schon seit dem Morgen dabei sind, langsam die Müdigkeit breit. Ein kurzes Schläfchen, sitzend auf dem Gerüst oder auf Steinen oder aber am Rande der Baustelle auf einem Steinhaufen liegend, bringt neue Energie. Es kommen auch zusätzliche Dorfbewohner hinzu, die am Tag ihrem Beruf nachgegangen sind und jetzt dabei sein und mitmachen wollen. Für uns ist es auch ein ganz besondere Erfahrung: diese Kraftanstrengung, Energie und Motivation hautnah mitzuerleben. Immer wieder sorgen Frauen für Wasser und „Essbares“, die Versorgung ist wichtig und bestens organisiert.

Endlich morgens um vier Uhr wird der letzte Eimer Beton eingefüllt. Es ist geschafft!!

Ein lautes „AYEKO“ (Gut gemacht) rufen sich alle zu und machen sich schnell auf den Heimweg, um noch eine Mütze Schlaf zu nehmen, bevor um 6 Uhr der neue Tag erwacht. Lothar und ich haben ebenfalls bis zum Schluss durchgehalten, auch wenn wir nachher nur noch staunend zugesehen haben. Nun freuen wir uns auf unser Bett und sind dankbar und zufrieden. Es war ein echt langer und sehr erfolgreicher Tag!

 

Handarbeit statt Betonpumpe!

Handarbeit statt Betonpumpe!

Arbeiten an der Verschalung

Arbeiten an der Verschalung

Geschäftiges Treiben im Umfeld

Geschäftiges Treiben im Umfeld

Jeder packt mit an - Ehrensache

Jeder packt mit an – Ehrensache



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