Bericht aus Ghana 2

In den vergangenen Wochen ist in Nnudu wieder sehr viel passiert – so viel, dass unser Lothar garnicht hinterherkam, uns alle Informationen live aus Ghana zu senden.

Hier der Überblick:

Trinkwasserversorgung

Die diesjährige Trinkwasser-Untersuchung hat erneut bestätigt, dass die Wasserqualität unseres Reservoirs und des Leitungsnetzes sehr gut ist. Nächste Woche folgt eine weitere Untersuchung, mit deren Hilfe der Ort für unser geplantes zweites Bohrloch festgelegt werden soll. Die Arbeiten dafür werden direkt im Anschluss beginnen. Parallel dazu erfolgt dann die Verlegung neuer Wasserleitungen zur Anbindung der zweiten Pumpe sowie entsprechender Stromversorgung. Mit etwas Glück kann die neue Pumpe ca. 3 Wochen später in Betrieb gehen.

Solarstromerzeugung

Leider wird das Projekt derzeit durch einen kurzfristigen Auftragsboom in der Solarbranche ein wenig ausgebremst – die Lagerbestände in Ghana sind weitgehend erschöpft. Obwohl voraussichtlich noch diese Woche der Auftrag vergeben wird, ist mit einer Fertigstellung vor Jahreswechsel nun wohl nicht mehr zu rechnen. Es werden aber bereits mit Hochdruck alle erforderlichen Vorbereitungen getroffen, z.B. Ausheben und Bau von Leitungstrassen, sowie Einkauf von Leitungs- und Kleinmaterial. Auch hier ist großes Improvisationstalent gefragt, wie uns Lothar schreibt:

„[…] die Kabelmengen für das Wasserprojekt werden am Montagmittag auf der Durchreise nach Nnudu in Tema direkt im Kabelwerk in Cedis (Ghan. Währung) Bar bezahlt. Dazu müssen wir aber am Montagmorgen erst noch Euros umtauschen, denn Banken und Forex-Büros haben übers Wochenende dicht. Abgeholt werden die Kabel dann am Di oder Mi kommender Woche von Sammy, dem Busdriver, mit seinem altersschwachen Omnibus, der dann am Abend in der Dunkelheit irgendwann wieder einen Menschenauflauf vor unserer Türe beim Abladen/Abliefern verursachen wird.“

Dass die Umsetzung des Projekts dringend erforderlich ist, erlebt Lothar derzeit ca. alle 2-3 Tage hautnah, wenn mal wieder die öffentliche Stromversorgung ausfällt und plötzlich alles dunkel wird. Es dauert meist bis zu 10 Anläufe, bis das Netz nach dem Ausfall wieder stabil läuft. Immer wieder kommt es dabei auch zu Gerätedefekten. Dies ist nicht nur für die Versorgung der Elektropumpen ein erhebliches Problem.

Wie geht es weiter?

Am kommenden Freitag wird Marianne Schneider-Ortmann ebenfalls nach Nnudu reisen, um die nun anlaufenden Arbeiten zu unterstützen. Voraussichtlich wird es im Februar 2015 noch eine weitere Reise zum Projektabschluss geben.



Kontaktdaten

Aktiv für Afrika e.V.
Marianne Schneider-Ortmann
Wittelsbacherplatz 7
82256 Fürstenfeldbruck

Telefon: +49 8141 / 353291
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Bankverbindung:

Aktiv für Afrika e.V.
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